Politisches Kabarett zum Pflegenotstand: „Auch schon wieder wach“: Mi. 4.12.19

Willkommen im schönen Bayer-Monsanto-Klinikum. Hier werden Sie noch von motivierten Vollpflegefallkräften versorgt, für die der Pflegenotstand nur eine weitere
Challenge zur Selbstverwirklichung ist.
Die Halbgötter in weiß finden immer etwas Abrechenbares bei ihren Patient*innen. Keine Sorge, auch bei Ihnen.
Für alle kleineren und größeren Problemchen hat der freundliche Pharmareferent immer die richtige Pille dabei und, wenn es Ihnen zu viel zum Schlucken wird, hat er zur Not auch die Tablette gegen die Tabletten griffbereit.
Sie kommen also nicht umsonst ins Bayer-Monsanto-Klinikum, das verbietet schon die Geschäftsordnung.

Für Ihr Leib und Wohl sorgt die exmumifizierte Vollpflegefallkraft Steffen Hagemann.

Eine Kooperation der [iL*] Tübingen mit der Infoladengruppe und dem Wohnprojekt Schellingstraße 6.

Mittwoch 4. Dezember 2019
19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Kabarett
Infoladen, Schellingstr. 6, Tübingen

Veranstaltung „Sozialmedizinische Versorgung im Quartier“ – 7.11.2019

In Hamburg, Berlin, Leipzig und Dresden haben sich in den letzten Jahren
solidarische Gesundheitszentren gegründet. Sie sind in ihrem Quartier
verankert und verbinden ihre medizinische Arbeit mit politischer
Stadtteilarbeit.
Aufgrund der Lebensumstände, wie Arbeit, Wohnen, Bildung, Armut,
Diskriminierungen, etc. existiert in Deutschland, aber auch innerhalb
der einzelnen Städte eine soziale Schere, die sich auf die Gesundheit
niederschlägt. So gibt es Unterschiede beispielsweise in der
Lebenserwartung von ca. 10 Jahren zwischen zwei verschiedenen
Stadtteilen in Hamburg.

Die Motivation der Stadtteilgesundheitszentren ist es, neue Konzepte und
Haltungen in der Gesundheitsversorgung zu etablieren. Sie möchten etwas
unternehmen, damit nicht länger gilt: „Wer arm ist, muss früher sterben.“

Die Initiative Neustart Tübingen und das Tübinger Bündnis für mehr
Personal in unseren Krankenhäusern organisieren einen Input von der
„Poliklinik Hamburg-Veddel“.

Donnerstag, 7.11.2019, 19 Uhr
Saal Eberhardsgemeinde, Eugenstraße 21, 72072 Tübingen

 

Stadtführung „Wohnen in Tübingen“ im Rahmen der Bloch-Woche, Do. 31.10.19

Im Rahmen der Tübinger Bloch-Woche 2019 laden wir zur Stadtführung „Wohnen in Tübingen: Von teuren Mieten über Wohnprojekte bis Hausbesetzungen“ ein.

Die Mietpreise in Tübingen gehören zu den höchsten bundesweit. Der Stadtrundgang gibt einen Einblick, warum das so ist und zeigt an konkreten Beispielen von Stadtentwicklung, Wohnprojekten und Hausbesetzungen, was dagegen getan werden kann.

Do. 31.10.2019, 17:00 – 19:30 Uhr
Start vor dem Klubhaus, Wilhelmstraße

Interventionistische Linke Tübingen
https://il-tue.mtmedia.org

#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart, Sa. 6.4.19 – Zug ab Tübingen

#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart
Samstag, 6. April 2019 14 Uhr
Schlossplatz in Stuttgart
https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Zugtreffpunkt: Bahnhofshalle Tübingen um 12.40

*Mieten runter – Wohnen muss bezahlbar sein!*

In Stuttgart explodieren die Mieten. Immer mehr Menschen werden durch
Mieterhöhungen und Umwandlung in Eigentumswohnungen aus ihren Wohnungen
und Stadtteilen verdrängt. Sie werden Opfer von Wohnungsnot und
Obdachlosigkeit. Seit 2010 haben sich die Mieten in Stuttgart um 30
Prozent erhöht, die Mieten für Wohnungen die neu vermietet werden sogar
um 45 Prozent. Für Beschäftigte mit geringem und mittlerem Einkommen,
insbesondere aber für Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende,
RentnerInnen und Erwerbslose wird das Wohnen in der Stadt unbezahlbar.
Oft verschlingt die Miete über die Hälfte des Einkommens. Stuttgarter
Mieterhaushalte mit einem Nettoeinkommen unter 1300 € geben fast 60 %
ihres Einkommens für das Wohnen aus.
Mehrere tausend Wohnungen in der Stadt stehen leer, auch aus Gründen der
Spekulation. Erhaltenswerte Wohnungen werden abgerissen und durch teure
Neubauten ersetzt. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt von Jahr zu Jahr.
Gab es 1987 noch 33.500 Sozialwohnungen, waren es 2017 in Stuttgart nur
noch 14.443.
Höchste Zeit, dass sich etwas ändert. Rechte Hetzer versuchen
Geflüchtete für die Wohnungsnot verantwortlich zu machen und die
Gesellschaft zu spalten. Doch die Verantwortung tragen nicht
Geflüchtete, die es durch Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung
ohnehin besonders schwer haben bei der Wohnungssuche. Verantwortlich
sind Immobilienkonzerne, Spekulanten und die herrschende Politik, denen
die Profite für wenige wichtiger sind als bezahlbarer Wohnraum für alle.
Ein tief greifender Wandel in der Wohnungspolitik ist deshalb
erforderlich. Der Mietenwahnsinn ist kein schicksalhaftes Unglück,
sondern hausgemacht und hat System: Reiche und Immobilienkonzerne wie
Vonovia investieren mit Rendite-Erwartungen in Wohnraum, betreiben
Mietwucher und missbrauchen die Wohnungsmodernisierung zur Vertreibung
der alteingesessenen MieterInnen.
Bundesweit /– /auch in Stuttgart /– / nehmen die Proteste gegen den
Mietenwahnsinn zu. Im letzten Jahr beteiligten sich zigtausend Menschen
an Demonstrationen. Daran wollen wir anknüpfen:

Wir fordern eine solidarische Wohnungspolitik, die sich nicht an Profit
und Verwertungsinteressen ausrichtet /– /sondern sich an den
Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt orientiert. Die Verdrängung von
MieterInnen durch Modernisierungen muss endlich gestoppt werden, der
soziale Wohnungsbau massiv ausgeweitet werden. Der Mietenwahnsinn ist
kein individuelles Problem von Wenigen, sondern betrifft die große
Mehrheit der Menschen in dieser Stadt.

Wir wollen eine Wohnungspolitik nach dem Prinzip „Menschen vor Profit“!

Dafür setzen wir am 6. April mit einer großen Demonstration in Stuttgart
ein Zeichen. https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Wir fordern:
– Bezahlbare Wohnungen für alle – jetzt.
– Sozialen Wohnungsbau in öffentlicher Hand massiv ausweiten
– Leerstand konsequent und ohne Kompromisse zu Wohnraum umwandeln
– Zwangsräumungen stoppen
– Keine Verdrängung durch Modernisierung und Abriss
– Boden ist keine Ware – Spekulation stoppen

Seid dabei, kommt mit und setzen wir auch ein Zeichen aus und für Tübingen!

Eure iL Tübingen
https://il-tue.mtmedia.org/

Mit Utopien und „Commonismus“ den Kapitalismus aufheben?

Mittwoch 9. Januar 2019
19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Vortrag
Infoladen, Schellingstr. 6

Die Rechtfertigung der heutigen Gesellschaft ist gleichzeitig dünn und hart: „Der Kapitalismus ist die am wenigsten schlechte Gesellschaft zu der Menschen fähig sind“. Emanzipatorische Ansätze verhalten sich hierzu radikal-kritisch, indem sie auf die Verwirklichung einer befreiten, solidarischen Gesellschaft zielen.
Doch sind wir Menschen überhaupt zu solch einer freien, solidarischen Gesellschaft fähig? Und wie müsste diese grundlegend funktionieren, damit sie menschlich möglich ist? Eine Antwort wird ungern versucht, da das Bilderverbot das ‚Auspinseln‘ von Utopien verbietet.

In diesem Vortrag soll zuerst die Frage im Mittelpunkt stehen: Wie können wir über Utopie sprechen ohne bloß Wunschphantasien zu beschreiben? Nachdem hierauf die Antwort einer „kategorialen Utopie“ versucht wurde, werden die Grundlinien des Commonismus dargelegt. Dies ist eine Utopie jenseits von Staat, Markt, Herrschaft und Lohnarbeit, in welcher die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher es für mich subjektiv funktional ist, die Bedürfnisse anderer in meiner Bedürfnisbefriedigung einzubeziehen. Eine Inklusions-gesellschaft, in welcher „die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels). Abgeschlossen wird der Vortrag mit einigen Gedanken, was dies für eine Überwindung des Kapitalismus bedeuten würde.

Simon Sutterlütti ist Utopieforscher und zusammen mit Stefan Meretz Autor des Buches „Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation nachzudenken“ (VSA, 2018) https://commonism.us/

Kooperation mit dem Infoladen https://infoladen.mtmedia.org/

 

Di. 23.10.18: Stadtrundgang zu Wohnprojekten, Hausbesetzungen, Leerstand und Stadtentwicklung.

Die Mietpreise in Tübingen gehören zu den höchsten bundesweit. Der Stadtrundgang gibt einen Einblick, warum das so ist und zeigt an konkreten Beispielen von Stadtentwicklung, Wohnprojekten und Hausbesetzungen, was dagegen getan werden kann.

Dienstag, 23. Oktober 2018 von 16:00 bis 18:00, Treffpunkt vor dem Klubhaus.

Mit der [IL*] interventionistische Linke
im Rahmen der Ernst und Karola Bloch Woche 2018

Das Tübinger Cyber Valley und das „Prinzip Amazon“

„Woher kommt unsere devote Haltung gegenüber den selbsternannten „Techno-Pionieren“ von Amazon, Google, Facebook, Apple und Co? Welche gesellschaftlichen Probleme haben sie bislang gelöst? Das Energie-Problem? Das Klima-Problem? Die Wohnungsnot? Den Verkehrsinfarkt durch den Individualverkehr? Nichts von all` dem – nicht einmal ansatzweise. Eher tragen sie zu deren Verschärfung bei.“ (aus: Capulcu „Make amazon pay“)

Hier gehts zu unserem Flyer

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Klimaschutz, Kohleausstieg, Ende Gelände: Veranstaltungen und Aktionen in Tübingen im Oktober 2018

Do. 4.10.: 18 Uhr, Hörsaal 24, Kupferbau:
„Sozialökologischer Umbau von unten. Mobilisieren, Organisieren, Transformieren!“
Vortrag von Felix Wittmann, Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig

Mi. 10.10. 19 Uhr, Schellingstraße 6:
Solihausbar für Ende Gelände mit Film „Brand III“

So. 14.10., 13 bis 17 Uhr (Beginn pünktlich!), Café 4-Häuser-Projekt, Hechingerstr. 46:
Aktions- und Blockadetraining

Sa. 20.10. 13 Uhr, Europaplatz:
Climate March – Kohleausstieg jetzt“-Demo

Di. 23.10. 20 Uhr, Klubhaus, Kleiner Saal Wilhelmstraße:
Film „Brand I“ (im Rahmen der Bloch-Wochen)

Do. 25.10. früher Abend:
Bus ab Tübingen ins Rheinland zur großen Ende Gelände-Aktion
Rückfahrt am Mo. 29.10. bei Fragen oder Interesse an Tickets: tuebingen-ende-gelaende@mtmedia.org.

Infos zu Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/de/

Gesundheitspolitik neu denken. Für ein solidarisches Gesundheitssystem. Vortrag und Diskussion mit Eva-Maria Krampe

Gesundheitspolitik neu denken.
Für ein solidarisches Gesundheitssystem.
Vortrag und Diskussion mit Eva-Maria Krampe

Mittwoch, 20. Juni, 20 Uhr, Eberhardsgemeinde, Eugenstraße 24, Tübingen

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird an unserem teils öffentlichen, teils
versicherungsabgesicherten Gesundheitssystem herumgedoktert. Meistens
gilt als Ziel die Kostenreduktion, seltener eine vollständige
Neuregelung der Gesundheitsversorgung. Ergebnis all dieser Versuche ist
ein neoliberal überformtes Gesundheitswesen, dessen zentrale Maxime die
Wirtschaftlichkeit geworden ist. Statt immer wieder darüber
nachzudenken, an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte – so wie
auch die Gesundheitspolitik der neuen Großen Koalition es tut -, gilt
es, die Gesundheitsversorgungen auf neue Füße zu stellen. Das heißt, das
Gesundheitswesen muss als Teil einer Sozialen Infrastruktur gedacht und
konzipiert werden. Darunter versteht die Redaktion von links-netz die
Einrichtungen, die gewährleisten, dass wichtige Grundbedürfnisse allen
Menschen in rechtsverbindlich abgesicherter Weise kostenlos oder
zumindest kostengünstig zur Verfügung stehen. Dazu gehört es, Formen der
sozialen Sicherung anzuvisieren, die zu einer emanzipativen Veränderung
der herrschenden Vergesellschaftungsform insgesamt beitragen. Ein
solches Modell für das Gesundheitswesen zu entwerfen, ist Gegenstand
dieses Vortrags.

Eva-Maria Krampe ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift
links-netz, auf die das Konzept der Sozialen Infrastruktur zurückgeht.
Als Transformationsstrategie zielt der Ansatz jenseits einer
bedingungslosen Grundsicherung auf den Ausbau von kostenfrei zu
nutzenden öffentlichen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen
Gesundheit, Bildung und Kultur, Verkehr und Wohnen. DIe Autorin ist
Fachreferentin für Qualitätsmanagement an der Frankfurt University of
Applied Sciences. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind
Pflege und Gesundheitswesen.

Eine Veranstaltung des Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren
Krankenhäusern Kontakt: mehrpflegepersonal_tue@posteo.de

Vortrag: Verschärfte Repression gegen die kurdische Bewegung in Deutschland“ am 18.5. im Rahmen der Reihe „Demokratie und Repression“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Demokratie und Repression“  findet am
Freitag 18.05.18 um 20.00 Uhr im Kleinen Saal des Gemeindehaus Lamm (Am Markt 7, Tübingen) die Veranstaltung statt:
Verschärfte Repression gegen die kurdische Bewegung in Deutschland
mit der Referentin Monika Morres von AZADÎ e.V.
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