#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart, Sa. 6.4.19 – Zug ab Tübingen

#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart
Samstag, 6. April 2019 14 Uhr
Schlossplatz in Stuttgart
https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Zugtreffpunkt: Bahnhofshalle Tübingen um 12.40

*Mieten runter – Wohnen muss bezahlbar sein!*

In Stuttgart explodieren die Mieten. Immer mehr Menschen werden durch
Mieterhöhungen und Umwandlung in Eigentumswohnungen aus ihren Wohnungen
und Stadtteilen verdrängt. Sie werden Opfer von Wohnungsnot und
Obdachlosigkeit. Seit 2010 haben sich die Mieten in Stuttgart um 30
Prozent erhöht, die Mieten für Wohnungen die neu vermietet werden sogar
um 45 Prozent. Für Beschäftigte mit geringem und mittlerem Einkommen,
insbesondere aber für Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende,
RentnerInnen und Erwerbslose wird das Wohnen in der Stadt unbezahlbar.
Oft verschlingt die Miete über die Hälfte des Einkommens. Stuttgarter
Mieterhaushalte mit einem Nettoeinkommen unter 1300 € geben fast 60 %
ihres Einkommens für das Wohnen aus.
Mehrere tausend Wohnungen in der Stadt stehen leer, auch aus Gründen der
Spekulation. Erhaltenswerte Wohnungen werden abgerissen und durch teure
Neubauten ersetzt. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt von Jahr zu Jahr.
Gab es 1987 noch 33.500 Sozialwohnungen, waren es 2017 in Stuttgart nur
noch 14.443.
Höchste Zeit, dass sich etwas ändert. Rechte Hetzer versuchen
Geflüchtete für die Wohnungsnot verantwortlich zu machen und die
Gesellschaft zu spalten. Doch die Verantwortung tragen nicht
Geflüchtete, die es durch Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung
ohnehin besonders schwer haben bei der Wohnungssuche. Verantwortlich
sind Immobilienkonzerne, Spekulanten und die herrschende Politik, denen
die Profite für wenige wichtiger sind als bezahlbarer Wohnraum für alle.
Ein tief greifender Wandel in der Wohnungspolitik ist deshalb
erforderlich. Der Mietenwahnsinn ist kein schicksalhaftes Unglück,
sondern hausgemacht und hat System: Reiche und Immobilienkonzerne wie
Vonovia investieren mit Rendite-Erwartungen in Wohnraum, betreiben
Mietwucher und missbrauchen die Wohnungsmodernisierung zur Vertreibung
der alteingesessenen MieterInnen.
Bundesweit /– /auch in Stuttgart /– / nehmen die Proteste gegen den
Mietenwahnsinn zu. Im letzten Jahr beteiligten sich zigtausend Menschen
an Demonstrationen. Daran wollen wir anknüpfen:

Wir fordern eine solidarische Wohnungspolitik, die sich nicht an Profit
und Verwertungsinteressen ausrichtet /– /sondern sich an den
Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt orientiert. Die Verdrängung von
MieterInnen durch Modernisierungen muss endlich gestoppt werden, der
soziale Wohnungsbau massiv ausgeweitet werden. Der Mietenwahnsinn ist
kein individuelles Problem von Wenigen, sondern betrifft die große
Mehrheit der Menschen in dieser Stadt.

Wir wollen eine Wohnungspolitik nach dem Prinzip „Menschen vor Profit“!

Dafür setzen wir am 6. April mit einer großen Demonstration in Stuttgart
ein Zeichen. https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Wir fordern:
– Bezahlbare Wohnungen für alle – jetzt.
– Sozialen Wohnungsbau in öffentlicher Hand massiv ausweiten
– Leerstand konsequent und ohne Kompromisse zu Wohnraum umwandeln
– Zwangsräumungen stoppen
– Keine Verdrängung durch Modernisierung und Abriss
– Boden ist keine Ware – Spekulation stoppen

Seid dabei, kommt mit und setzen wir auch ein Zeichen aus und für Tübingen!

Eure iL Tübingen
https://il-tue.mtmedia.org/

Mit Utopien und „Commonismus“ den Kapitalismus aufheben?

Mittwoch 9. Januar 2019
19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Vortrag
Infoladen, Schellingstr. 6

Die Rechtfertigung der heutigen Gesellschaft ist gleichzeitig dünn und hart: „Der Kapitalismus ist die am wenigsten schlechte Gesellschaft zu der Menschen fähig sind“. Emanzipatorische Ansätze verhalten sich hierzu radikal-kritisch, indem sie auf die Verwirklichung einer befreiten, solidarischen Gesellschaft zielen.
Doch sind wir Menschen überhaupt zu solch einer freien, solidarischen Gesellschaft fähig? Und wie müsste diese grundlegend funktionieren, damit sie menschlich möglich ist? Eine Antwort wird ungern versucht, da das Bilderverbot das ‚Auspinseln‘ von Utopien verbietet.

In diesem Vortrag soll zuerst die Frage im Mittelpunkt stehen: Wie können wir über Utopie sprechen ohne bloß Wunschphantasien zu beschreiben? Nachdem hierauf die Antwort einer „kategorialen Utopie“ versucht wurde, werden die Grundlinien des Commonismus dargelegt. Dies ist eine Utopie jenseits von Staat, Markt, Herrschaft und Lohnarbeit, in welcher die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher es für mich subjektiv funktional ist, die Bedürfnisse anderer in meiner Bedürfnisbefriedigung einzubeziehen. Eine Inklusions-gesellschaft, in welcher „die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels). Abgeschlossen wird der Vortrag mit einigen Gedanken, was dies für eine Überwindung des Kapitalismus bedeuten würde.

Simon Sutterlütti ist Utopieforscher und zusammen mit Stefan Meretz Autor des Buches „Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation nachzudenken“ (VSA, 2018) https://commonism.us/

Kooperation mit dem Infoladen https://infoladen.mtmedia.org/

 

Do, 29.11.: Diskussionsveranstaltung von Neustart Tübingen

Neue Wege in Stadtplanung und Quartiersentwicklung – ein öffentliches
Gespräch mit Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027

Do. 29.11. 19 Uhr, Gemeindehaus Eberhardsgemeinde, Eugenstraße 28

Viele Städte und so auch Tübingen ächzen unter der Wohnungsnot. Bis in die Mittelschichten hinein fürchten viele, die steigenden Mieten absehbar nicht mehr bezahlen zu können. Nicht wenige Bewohner*innen mit niedrigen Einkommen sind schon ins Umland verdrängt worden. Dazu kommt eine unhaltbare Schadstoffbelastung durch einen auf den Kollaps zusteuernden Individualverkehr. Die Trennung von Wohn- und Gewerbegebieten führt zur Zersiedelung an den Rändern der Städte und zu weiteren ökologischen Problemen. Die Städte sind gezwungen, nach Lösungen zu suchen. Tübingen hat in den vergangenen Jahrzehnten durchaus Suchbewegungen unternommen mit (damals) neuen Konzepten (Schafbrühl, französisches Viertel). Diese haben einige zukunftsweisende Momente hervorgebracht, aber eine Lösung für die Misere sind sie, wie wir heute sehen, nicht. Denn Wohnraum ist mehr denn je knapp und das Markt- und Konkurrenzprinzip selektiert erbarmungslos, wer in Tübingen zukünftig (weiter) sein kann und wer eben nicht.

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Di, 27.11.: Ein Jahr „Prostituiertenschutzgesetz“

Am 27.11.2018 um 19.30 Uhr im franz.K in Reutlingen

Erfahrungen hier in der Region Seit rund einem Jahr ist das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten; es hat seitdem zu vielen kontroversen und emotionalisierten Debatten geführt. In einem Podiumsgespräch wollen wir gemeinsam mit involvierten Akteur*innen, vor allem aus dem beratenden Bereich, beleuchten, wie sich die Situation für Beteiligte und Institutionen verändert hat. Wie findet die Umsetzung statt? Hat es zu einer Verbesserung der Arbeitsverhältnisse von Sexarbeiter*innen beigetragen oder verstärkt es die Stigmatisierung und Ausgrenzung? Sind Rechte und Beratungspflicht
den Bedürfnissen und nötigem Schutz von Sexarbeiter*innen angemessen?

Teilnehmer*innen:
– Mademoiselle Ruby, Sexarbeiterin und Vertreterin des BesD
– Dr. Evelyn Thumm, Gesundheitsamt Reutlingen
– Margarete Schick-Häberle, Sozialarbeiterin aus Stuttgart
– Prof. Dr. Barbara Stauber, Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen
– Brigitte Ströbele, Geschäftsführerin Aidshilfe Reutlingen/Tübingen

 

Veranstalter*innen: Frauen*gruppe Zumutung und QueerFem AG der iL Tübingen
in Kooperation mit Aidshilfe Reutlingen/Tübingen und franz.K Reutlingen

Di. 23.10.18: Stadtrundgang zu Wohnprojekten, Hausbesetzungen, Leerstand und Stadtentwicklung.

Die Mietpreise in Tübingen gehören zu den höchsten bundesweit. Der Stadtrundgang gibt einen Einblick, warum das so ist und zeigt an konkreten Beispielen von Stadtentwicklung, Wohnprojekten und Hausbesetzungen, was dagegen getan werden kann.

Dienstag, 23. Oktober 2018 von 16:00 bis 18:00, Treffpunkt vor dem Klubhaus.

Mit der [IL*] interventionistische Linke
im Rahmen der Ernst und Karola Bloch Woche 2018

Das Tübinger Cyber Valley und das „Prinzip Amazon“

„Woher kommt unsere devote Haltung gegenüber den selbsternannten „Techno-Pionieren“ von Amazon, Google, Facebook, Apple und Co? Welche gesellschaftlichen Probleme haben sie bislang gelöst? Das Energie-Problem? Das Klima-Problem? Die Wohnungsnot? Den Verkehrsinfarkt durch den Individualverkehr? Nichts von all` dem – nicht einmal ansatzweise. Eher tragen sie zu deren Verschärfung bei.“ (aus: Capulcu „Make amazon pay“)

Hier gehts zu unserem Flyer

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Veranstaltungstipp: Neustart Tübingen. Die Weiterentwicklung von Baugruppen und Wohnprojekten zu Nachbarschaften des NEUEN Tübinger Modells

Donnerstag, 18.10., 19 Uhr
Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10

Angesichts Immobilienspekulation, Betongold, Mietenwahnsinn und Gentrifizierung stellen sich auch an das seit 25 Jahren etablierte Tübinger Modell der kleinteiligen Baugruppen neue Fragen: Wie kann gutes und bezahlbares Wohnen für alle Tübinger Schichten dauerhaft gesichert werden? Wie kann dabei eine soziale Infrastruktur für alle mit aufgebaut und sozial-ökologische Innovation begünstigt werden? Neustart Tübingen schlägt dafür genossenschaftlich organisierte Nachbarschaften vor, wie sie u.a. in der Schweiz schon erfolgreich realisiert wurden. Der Vortrag zeigt Beispiele und lädt zum kreativen Mitdenken ein.

Mit der Initiative „Neustart Tübingen“
https://neustart-tuebingen.mtmedia.org/

Klimaschutz, Kohleausstieg, Ende Gelände: Veranstaltungen und Aktionen in Tübingen im Oktober 2018

Do. 4.10.: 18 Uhr, Hörsaal 24, Kupferbau:
„Sozialökologischer Umbau von unten. Mobilisieren, Organisieren, Transformieren!“
Vortrag von Felix Wittmann, Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig

Mi. 10.10. 19 Uhr, Schellingstraße 6:
Solihausbar für Ende Gelände mit Film „Brand III“

So. 14.10., 13 bis 17 Uhr (Beginn pünktlich!), Café 4-Häuser-Projekt, Hechingerstr. 46:
Aktions- und Blockadetraining

Sa. 20.10. 13 Uhr, Europaplatz:
Climate March – Kohleausstieg jetzt“-Demo

Di. 23.10. 20 Uhr, Klubhaus, Kleiner Saal Wilhelmstraße:
Film „Brand I“ (im Rahmen der Bloch-Wochen)

Do. 25.10. früher Abend:
Bus ab Tübingen ins Rheinland zur großen Ende Gelände-Aktion
Rückfahrt am Mo. 29.10. bei Fragen oder Interesse an Tickets: tuebingen-ende-gelaende@mtmedia.org.

Infos zu Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/de/

2018: Der CO2untdown läuft! Eine Veranstaltung von Ende Gelände Tübingen

Dienstag, 17.07., Blauer Salon (Münzgasse 13)
19.30 Uhr: Küfa/Essen
20 Uhr: Vortrag

Kohle muss im Boden bleiben, um eine Klimakatastrophe zu verhindern.
Alle wissen es, alle sprechen darüber, und nichts passiert. Auf Bundesebene werden klimaschädliche Industrien stärker geschützt als die eigenen, sowieso schon unzureichenden Klimaziele. Und während in wohlhabenden Staaten
Klimazerstörung weiterproduziert wird, werden ihre verheerenden Folgen
exportiert: Vor allem in Ländern des globalen Südens, in denen kaum
Treibhausgase verursacht werden, ist der Klimawandel bereits bedrohlich zu spüren.

Um dieser Ungerechtigkeit ein „Nein!“ entgegenzusetzen, fordert die
Klimagerechtigkeitsbewegung den sofortigen Kohleausstieg: Our Goal – End
Coal! Doch es geht um mehr: Weil wir dem Klimawandel mit einem Systemwandel
begegnen müssen, kämpft sie mit ihren verschiedenen Aktionen für eine
solidarische, emanzipierte Welt, in der Leben und Demokratie wichtiger
sind als Wirtschaftswachstum und Konzerninteressen.

Für diese unterschiedlichen Aktionen und Aktionsformen, die Ziele, verschiedene Akteur*innen und die anstehenden Termine wollen wir uns einen Abend Zeit
nehmen.
Wie sieht Klimagerechtigkeit aus? Welche Aktionsform passt zu mir? Mit
welcher Gruppe fühle ich mich wohl? Warum haben trotzdem alle gute Laune? Was steckt hinter Begriffen wie Klimacamp, Ziviler Ungehorsam, Ende Gelände, Kohle
erSetzen, Blockade und Hambacher Forst? Und was kann ich in den nächsten Monaten
mit wem wo machen?

Wir freuen uns auf Euch, tolle Diskussionen und einen wunderbaren Abend!
Ende Gelände Tübingen

Gesundheitspolitik neu denken. Für ein solidarisches Gesundheitssystem. Vortrag und Diskussion mit Eva-Maria Krampe

Gesundheitspolitik neu denken.
Für ein solidarisches Gesundheitssystem.
Vortrag und Diskussion mit Eva-Maria Krampe

Mittwoch, 20. Juni, 20 Uhr, Eberhardsgemeinde, Eugenstraße 24, Tübingen

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird an unserem teils öffentlichen, teils
versicherungsabgesicherten Gesundheitssystem herumgedoktert. Meistens
gilt als Ziel die Kostenreduktion, seltener eine vollständige
Neuregelung der Gesundheitsversorgung. Ergebnis all dieser Versuche ist
ein neoliberal überformtes Gesundheitswesen, dessen zentrale Maxime die
Wirtschaftlichkeit geworden ist. Statt immer wieder darüber
nachzudenken, an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte – so wie
auch die Gesundheitspolitik der neuen Großen Koalition es tut -, gilt
es, die Gesundheitsversorgungen auf neue Füße zu stellen. Das heißt, das
Gesundheitswesen muss als Teil einer Sozialen Infrastruktur gedacht und
konzipiert werden. Darunter versteht die Redaktion von links-netz die
Einrichtungen, die gewährleisten, dass wichtige Grundbedürfnisse allen
Menschen in rechtsverbindlich abgesicherter Weise kostenlos oder
zumindest kostengünstig zur Verfügung stehen. Dazu gehört es, Formen der
sozialen Sicherung anzuvisieren, die zu einer emanzipativen Veränderung
der herrschenden Vergesellschaftungsform insgesamt beitragen. Ein
solches Modell für das Gesundheitswesen zu entwerfen, ist Gegenstand
dieses Vortrags.

Eva-Maria Krampe ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift
links-netz, auf die das Konzept der Sozialen Infrastruktur zurückgeht.
Als Transformationsstrategie zielt der Ansatz jenseits einer
bedingungslosen Grundsicherung auf den Ausbau von kostenfrei zu
nutzenden öffentlichen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen
Gesundheit, Bildung und Kultur, Verkehr und Wohnen. DIe Autorin ist
Fachreferentin für Qualitätsmanagement an der Frankfurt University of
Applied Sciences. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind
Pflege und Gesundheitswesen.

Eine Veranstaltung des Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren
Krankenhäusern Kontakt: mehrpflegepersonal_tue@posteo.de