Buchvorstellung, 20.5.19: Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons

Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons

Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons
Buchvorstellung und Diskussion

Das neue Buch von Silke Helfrich und David Bollier entwirft ein Programm für die Zukunft: für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein anderes Wirtschaften. Commons stehen dabei im Mittelpunkt. Sie zeigen, wie wir in Verschiedenheit miteinander auskommen und auch Häuser und Fahrzeuge wie die Wikipedia bauen können.
Silke Helfrich lebt als Publizistin, Aktivistin und Forscherin in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Von 1999-2007 war sie Auslandsmitarbeiterin der Heinrich-Böll-Stiftung für Zentralamerika, Mexiko und Kuba. Sie ist Mitbegründerin der Commons Strategies Group und des Commons-Institut und gilt heute als die Expertin für Commons/Gemeingüter.

Montag, 20.05.2019 – 19:30 Uhr
Hörsaal 23 – Kupferbau – Tübingen

veranstaltet von: Infoladengruppe Tübingen, Interventionistische Linke Tübingen [IL*]
Buch als pdf unter: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4530-9/frei-fair-und-lebendig-die-macht-der-commons/

Kommt zum wohnpolitischen Speed-Dating zur Tübinger Gemeinderatswahl!

Donnerstag 16.5.2019, 19:00 bis 22:00 Uhr, im Saal der Eberhardsgemeinde Eugenstraße 28 (Südstadt)

Aktionsbündnis gemeinschaftliches Wohnen und Leben im Alter
Mietshäuser Syndikat
Neustart Tübingen
#PositivBesetzt
Tübinger Bürgerprojekt Zukunft
Wohnraumbündnis

im Gespräch mit:
CDU, Demokratie in Bewegung, Grüne/AL, LINKE, SPD

Wir sehen uns!

Kommenden Samstag: Diskussionsveranstaltung von Neustart Tübingen

Am 11.05. um 15Uhr läd die Tübinger Neustart-Initiative zu einem Info- und Austauschnachmittag in den Theaterraum bei den Pferdeställen 2 ein. Die Initiative möchte mit einem neuen, genossenschaftlich getragenen und partizipativen Modellprojekt Wohnen, Versorgung, Soziales und Ökologie in einem vorwärtsweisenden Konzept zusammen bringen. Konkreter Ort für das Projekt soll das Entwicklungsgebiet Marienburger Straße neben dem französischen Viertel sein.

Mehr Infos und aktuelle Termine gibts unter neustart-tuebingen.mtmedia.org

#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart, Sa. 6.4.19 – Zug ab Tübingen

#DruckimKessel-Mietendemo in Stuttgart
Samstag, 6. April 2019 14 Uhr
Schlossplatz in Stuttgart
https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Zugtreffpunkt: Bahnhofshalle Tübingen um 12.40

*Mieten runter – Wohnen muss bezahlbar sein!*

In Stuttgart explodieren die Mieten. Immer mehr Menschen werden durch
Mieterhöhungen und Umwandlung in Eigentumswohnungen aus ihren Wohnungen
und Stadtteilen verdrängt. Sie werden Opfer von Wohnungsnot und
Obdachlosigkeit. Seit 2010 haben sich die Mieten in Stuttgart um 30
Prozent erhöht, die Mieten für Wohnungen die neu vermietet werden sogar
um 45 Prozent. Für Beschäftigte mit geringem und mittlerem Einkommen,
insbesondere aber für Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende,
RentnerInnen und Erwerbslose wird das Wohnen in der Stadt unbezahlbar.
Oft verschlingt die Miete über die Hälfte des Einkommens. Stuttgarter
Mieterhaushalte mit einem Nettoeinkommen unter 1300 € geben fast 60 %
ihres Einkommens für das Wohnen aus.
Mehrere tausend Wohnungen in der Stadt stehen leer, auch aus Gründen der
Spekulation. Erhaltenswerte Wohnungen werden abgerissen und durch teure
Neubauten ersetzt. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt von Jahr zu Jahr.
Gab es 1987 noch 33.500 Sozialwohnungen, waren es 2017 in Stuttgart nur
noch 14.443.
Höchste Zeit, dass sich etwas ändert. Rechte Hetzer versuchen
Geflüchtete für die Wohnungsnot verantwortlich zu machen und die
Gesellschaft zu spalten. Doch die Verantwortung tragen nicht
Geflüchtete, die es durch Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung
ohnehin besonders schwer haben bei der Wohnungssuche. Verantwortlich
sind Immobilienkonzerne, Spekulanten und die herrschende Politik, denen
die Profite für wenige wichtiger sind als bezahlbarer Wohnraum für alle.
Ein tief greifender Wandel in der Wohnungspolitik ist deshalb
erforderlich. Der Mietenwahnsinn ist kein schicksalhaftes Unglück,
sondern hausgemacht und hat System: Reiche und Immobilienkonzerne wie
Vonovia investieren mit Rendite-Erwartungen in Wohnraum, betreiben
Mietwucher und missbrauchen die Wohnungsmodernisierung zur Vertreibung
der alteingesessenen MieterInnen.
Bundesweit /– /auch in Stuttgart /– / nehmen die Proteste gegen den
Mietenwahnsinn zu. Im letzten Jahr beteiligten sich zigtausend Menschen
an Demonstrationen. Daran wollen wir anknüpfen:

Wir fordern eine solidarische Wohnungspolitik, die sich nicht an Profit
und Verwertungsinteressen ausrichtet /– /sondern sich an den
Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt orientiert. Die Verdrängung von
MieterInnen durch Modernisierungen muss endlich gestoppt werden, der
soziale Wohnungsbau massiv ausgeweitet werden. Der Mietenwahnsinn ist
kein individuelles Problem von Wenigen, sondern betrifft die große
Mehrheit der Menschen in dieser Stadt.

Wir wollen eine Wohnungspolitik nach dem Prinzip „Menschen vor Profit“!

Dafür setzen wir am 6. April mit einer großen Demonstration in Stuttgart
ein Zeichen. https://www.mietendemo-stuttgart.de/

Wir fordern:
– Bezahlbare Wohnungen für alle – jetzt.
– Sozialen Wohnungsbau in öffentlicher Hand massiv ausweiten
– Leerstand konsequent und ohne Kompromisse zu Wohnraum umwandeln
– Zwangsräumungen stoppen
– Keine Verdrängung durch Modernisierung und Abriss
– Boden ist keine Ware – Spekulation stoppen

Seid dabei, kommt mit und setzen wir auch ein Zeichen aus und für Tübingen!

Eure iL Tübingen
https://il-tue.mtmedia.org/

Mit Utopien und „Commonismus“ den Kapitalismus aufheben?

Mittwoch 9. Januar 2019
19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Vortrag
Infoladen, Schellingstr. 6

Die Rechtfertigung der heutigen Gesellschaft ist gleichzeitig dünn und hart: „Der Kapitalismus ist die am wenigsten schlechte Gesellschaft zu der Menschen fähig sind“. Emanzipatorische Ansätze verhalten sich hierzu radikal-kritisch, indem sie auf die Verwirklichung einer befreiten, solidarischen Gesellschaft zielen.
Doch sind wir Menschen überhaupt zu solch einer freien, solidarischen Gesellschaft fähig? Und wie müsste diese grundlegend funktionieren, damit sie menschlich möglich ist? Eine Antwort wird ungern versucht, da das Bilderverbot das ‚Auspinseln‘ von Utopien verbietet.

In diesem Vortrag soll zuerst die Frage im Mittelpunkt stehen: Wie können wir über Utopie sprechen ohne bloß Wunschphantasien zu beschreiben? Nachdem hierauf die Antwort einer „kategorialen Utopie“ versucht wurde, werden die Grundlinien des Commonismus dargelegt. Dies ist eine Utopie jenseits von Staat, Markt, Herrschaft und Lohnarbeit, in welcher die Bedürfnisbefriedigung der Einen nicht auf Kosten der Anderen geht. Eine Gesellschaft, in welcher es für mich subjektiv funktional ist, die Bedürfnisse anderer in meiner Bedürfnisbefriedigung einzubeziehen. Eine Inklusions-gesellschaft, in welcher „die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Marx/Engels). Abgeschlossen wird der Vortrag mit einigen Gedanken, was dies für eine Überwindung des Kapitalismus bedeuten würde.

Simon Sutterlütti ist Utopieforscher und zusammen mit Stefan Meretz Autor des Buches „Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation nachzudenken“ (VSA, 2018) https://commonism.us/

Kooperation mit dem Infoladen https://infoladen.mtmedia.org/

 

Do, 29.11.: Diskussionsveranstaltung von Neustart Tübingen

Neue Wege in Stadtplanung und Quartiersentwicklung – ein öffentliches
Gespräch mit Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027

Do. 29.11. 19 Uhr, Gemeindehaus Eberhardsgemeinde, Eugenstraße 28

Viele Städte und so auch Tübingen ächzen unter der Wohnungsnot. Bis in die Mittelschichten hinein fürchten viele, die steigenden Mieten absehbar nicht mehr bezahlen zu können. Nicht wenige Bewohner*innen mit niedrigen Einkommen sind schon ins Umland verdrängt worden. Dazu kommt eine unhaltbare Schadstoffbelastung durch einen auf den Kollaps zusteuernden Individualverkehr. Die Trennung von Wohn- und Gewerbegebieten führt zur Zersiedelung an den Rändern der Städte und zu weiteren ökologischen Problemen. Die Städte sind gezwungen, nach Lösungen zu suchen. Tübingen hat in den vergangenen Jahrzehnten durchaus Suchbewegungen unternommen mit (damals) neuen Konzepten (Schafbrühl, französisches Viertel). Diese haben einige zukunftsweisende Momente hervorgebracht, aber eine Lösung für die Misere sind sie, wie wir heute sehen, nicht. Denn Wohnraum ist mehr denn je knapp und das Markt- und Konkurrenzprinzip selektiert erbarmungslos, wer in Tübingen zukünftig (weiter) sein kann und wer eben nicht.

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Di, 27.11.: Ein Jahr „Prostituiertenschutzgesetz“

Am 27.11.2018 um 19.30 Uhr im franz.K in Reutlingen

Erfahrungen hier in der Region Seit rund einem Jahr ist das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten; es hat seitdem zu vielen kontroversen und emotionalisierten Debatten geführt. In einem Podiumsgespräch wollen wir gemeinsam mit involvierten Akteur*innen, vor allem aus dem beratenden Bereich, beleuchten, wie sich die Situation für Beteiligte und Institutionen verändert hat. Wie findet die Umsetzung statt? Hat es zu einer Verbesserung der Arbeitsverhältnisse von Sexarbeiter*innen beigetragen oder verstärkt es die Stigmatisierung und Ausgrenzung? Sind Rechte und Beratungspflicht
den Bedürfnissen und nötigem Schutz von Sexarbeiter*innen angemessen?

Teilnehmer*innen:
– Mademoiselle Ruby, Sexarbeiterin und Vertreterin des BesD
– Dr. Evelyn Thumm, Gesundheitsamt Reutlingen
– Margarete Schick-Häberle, Sozialarbeiterin aus Stuttgart
– Prof. Dr. Barbara Stauber, Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen
– Brigitte Ströbele, Geschäftsführerin Aidshilfe Reutlingen/Tübingen

 

Veranstalter*innen: Frauen*gruppe Zumutung und QueerFem AG der iL Tübingen
in Kooperation mit Aidshilfe Reutlingen/Tübingen und franz.K Reutlingen

Di. 23.10.18: Stadtrundgang zu Wohnprojekten, Hausbesetzungen, Leerstand und Stadtentwicklung.

Die Mietpreise in Tübingen gehören zu den höchsten bundesweit. Der Stadtrundgang gibt einen Einblick, warum das so ist und zeigt an konkreten Beispielen von Stadtentwicklung, Wohnprojekten und Hausbesetzungen, was dagegen getan werden kann.

Dienstag, 23. Oktober 2018 von 16:00 bis 18:00, Treffpunkt vor dem Klubhaus.

Mit der [IL*] interventionistische Linke
im Rahmen der Ernst und Karola Bloch Woche 2018

Das Tübinger Cyber Valley und das „Prinzip Amazon“

„Woher kommt unsere devote Haltung gegenüber den selbsternannten „Techno-Pionieren“ von Amazon, Google, Facebook, Apple und Co? Welche gesellschaftlichen Probleme haben sie bislang gelöst? Das Energie-Problem? Das Klima-Problem? Die Wohnungsnot? Den Verkehrsinfarkt durch den Individualverkehr? Nichts von all` dem – nicht einmal ansatzweise. Eher tragen sie zu deren Verschärfung bei.“ (aus: Capulcu „Make amazon pay“)

Hier gehts zu unserem Flyer

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Veranstaltungstipp: Neustart Tübingen. Die Weiterentwicklung von Baugruppen und Wohnprojekten zu Nachbarschaften des NEUEN Tübinger Modells

Donnerstag, 18.10., 19 Uhr
Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10

Angesichts Immobilienspekulation, Betongold, Mietenwahnsinn und Gentrifizierung stellen sich auch an das seit 25 Jahren etablierte Tübinger Modell der kleinteiligen Baugruppen neue Fragen: Wie kann gutes und bezahlbares Wohnen für alle Tübinger Schichten dauerhaft gesichert werden? Wie kann dabei eine soziale Infrastruktur für alle mit aufgebaut und sozial-ökologische Innovation begünstigt werden? Neustart Tübingen schlägt dafür genossenschaftlich organisierte Nachbarschaften vor, wie sie u.a. in der Schweiz schon erfolgreich realisiert wurden. Der Vortrag zeigt Beispiele und lädt zum kreativen Mitdenken ein.

Mit der Initiative „Neustart Tübingen“
https://neustart-tuebingen.mtmedia.org/