Klima-Demo und Veranstaltungen für Ende Gelände im November

In Bonn trifft sich Anfang November die UN-Klimakonferenz. Das wird von zivilgesellschaftlichen Protesten für Klimagerechtigkeit und „Systemwandel statt Klimawandel“ begleitet. Unter anderem findet auch wieder eine „Ende Gelände„-Aktion statt.
Im Vorfeld gibt es in Tübingen folgende Aktionen und Veranstaltungen:

Klima-Demo „Climate March Tübingen“
am Sa. 21.10. Beginn 13 Uhr am Busbahnhof/Europaplatz,
mit Musik und Reden und Performances.
Gerne auch auf facebook verbreiten:
https://www.facebook.com/events/173946556496917/

Tübinger Ende Gelände-Treffen
am Mi. 25.10. um 20:30 Uhr
im 4-Häuser-Projekt, Autenriethstr. 15
Infos zu den Aktionen in Bonn vom 3.-5.11., Absprachen für Fahrt und
Beteiligung an Aktionen.

Workshop „Ziviler Ungehorsam von Martin Luther King bis zur Klimabewegung “ und Aktionstraining für Ende Gelände
am Di. 31.10. (Feiertag!), 14:00 – 18:00 Uhr
im 4-Häuser-Projekt, Hechingerstraße 46

Vortrag und Diskussion: Nach Hause kommen. Nachbarschaften als Gemeingüter. Mit Fred Frohofer von „Neustart Schweiz“ aus Zürich

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 19 Uhr
Eberhardsgemeinde, Eugenstr. 21,
Südstadt Tübingen

„Wenn wir in klug vernetzten Nachbarschaften von etwa 500 Be­wohnerinnen und Bewohnern zusammen haushalten, ist eine Res­sourcen schonende Lebensweise ohne Verlust an Lebensqualität möglich. Der Zusammenschluss innerhalb von Quartieren macht überdies viele Dienstleistungen und Einrichtungen auch für Men­schen mit kleinem Einkommen erschwinglich. Eine typische Neu­start­Nachbarschaft hat eine eigene Versorgung mit in der näheren Umgebung erzeugten Lebensmitteln, ein großes Lebensmitteldepot (Lebensmittel zum Einstandspreis), eine Großküche, Restaurants (mit Take­Away), Bars, Bibliothek, Secondhand­Depot, Reparatur­service, Wäscherei, Gästehaus, Bad, Geräteverleih, Kinderparadies usw.“
So beschreibt es Fred Frohofer als Mitautor des Buches „Nach Hause kommen“ https://neustartschweiz.ch/nach­hause­kommen/

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Save the Dates Dienstag 12. und Dienstag 19.9.: Warum wir für mehr Pflegepersonal im Uniklinikum protestieren

In den Unikliniken und in Krankenhäusern – überall herrscht Personalnot.
Ein immer intensiver werdender Ökonomisierungsdruck zwingt Beschäftigten eine immer höhere Arbeitsdichte auf. Pausen können nicht gemacht, einzelne Pfleger*innen müssen teilweise dutzende Patient*innen überwachen, eine adäquate Behandlung ist immer  weniger möglich.

Gesundheit wird wie eine Ware behandelt, die Behandlung von Patient*innen wird immer mehr nach ökonomischen Gesichtspunkten bestimmt. Daher ergibt sich ein  gemeinsames Interesse von Beschäftigten und Menschen außerhalb der Klinik, die wir alle potenziell Patien*innen sind, sich gegen die Ökonomisierung des  Gesundheitssystems zu wehren.

2016 trat in der Berliner Charité zum ersten Mal ein Tarifvertrag in Kraft der eine personelle Mindestbemessung auf Stationen vorschreibt.
Diesen haben die kämpferischen Angestellten der Charité in Allianz mit einem politischen Bündnis, das den Kampf aus den Kliniken in die Gesellschaft getragen hat, erstritten. Als es zum Streik in der Charité kam, versuchte die Klinikleitung die streikenden Angestellten als egoistisch darzustellen, ihnen das Leid der Patient*innen in die Schuhe zu schieben. Aber dies gelang nicht. Das Soli-Bündnis stand den streikenden Beschäftigten mit Hilfe öffentlichkeitswirksamer Aktionen zur Seite und half so eine Spaltung zwischen Patient*innen und Pflegenden zu vermeiden und die öffentliche Meinung klar auf die Seite
der Streikenden zu ziehen.

Dieses Jahr hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu einer bundesweiten Entlastungskampagne aufgerufen. An vielen Kliniken haben sich dazu  Solidaritätsbündnisse gebildet, um dem Vorbild der Charité zu folgen. In Tübingen arbeiten wir seit einigen Monaten innerhalb des „Bündnis für mehr Personal in unseren  Krankenhäusern“ am Aufbau von Solidarität zwischen Beschäftigten und der breiteren Gesellschaft.
Langsam beginnen die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber*in. Wir werden diese Verhandlungen solidarisch begleiten und versuchen, öffentlichen Druck aufzubauen, um uns gegen die Ökonomisierung der Gesundheit zu wehren.

Save the dates:
Am Dienstag 12. September werden sich bei einem bundesweiten
Händedesinfektion-Aktionstag auch an der Tübinger Uniklinik auf verschiedenen Stationen Beschäftigte die vorschriftsgemäße Zeit nehmen, um sich die Hände zu desinfizieren. Aufgrund der extrem verdichteten Arbeit ist dies sonst oft nicht möglich. Dies wird den Betrieb in den Kliniken deutlich verlangsamen. Das Tübinger Bündnis wird dies mit solidarischen Aktionen in der Klinik und in der Stadt begleiten.

Am Dienstag 19. September rufen wir zur Teilnahme an einer Demonstration
in Solidarität mit den Angestellten der Uni-Klinik auf. Sie beginnt um
11 Uhr am Personalcasino Bergklinik, die Abschlußkundgebung ist ab 11:45
auf dem Holzmarkt.

Es geht uns alle an!
Kommt zur Demo/Kundgebung am Dienstag 19.9. und seid bereit, wenn es zu
weiteren Aktionen und vielleicht zum Klinikstreik kommt!

Solidarische Grüße,

interventionistische Linke (IL) & Frauengruppe Zumutung

Ende Gelände – Kohlebagger stoppen, Klima schützen 2017, Teil 1: August

In weniger als 2 Wochen beginnen im Rheinland bei Köln die Camps und ab 24.8. heißt es dann wieder in einer massenhaften Aktion des Zivilen Ungehorsams: Ende Gelände für Kohlebagger! Klima schützen!
Der Aufruf der interventionistischen Linken zu Ende Gelände 2017:
http://interventionistische-linke.org/beitrag/ende-gelaende-dem-profit-der-ausbeutung-und-dem-klimawandel

Das letzte Tübinger Vorbereitungstreffen hat stattgefunden und klar ist: Es werden dieses Jahr nochmal mehr Leute aus Tübingen an den Aktionen teilnehmen als in den letzten beiden Jahren!

Für alle, die es nicht zu dem Treffen geschafft haben hier noch ein paar Infos und Links.

Wichtig: Wer an Aktionen teilnehmen möchte, sollte spätestens Donnerstag 24.8.
auf dem Klimacamp sein, besser schon am Mittwoch 23.8., v.a. diejenigen, die noch
nie an einem Aktionstraining teilgenommen haben und noch wenig über die
Aktionen wissen! Denn am Mittwoch und Donnerstag finden noch wichtige
Infoveranstaltungen auf dem Klimacamp zu den Aktionen statt.

Der Platz fürs Klimacamp ist noch nicht fix, wenn Ihr Eure Anreise
bucht, plant Erkelenz als Zielbahnhof. Sobald der Ort des Camps
feststeht, wird er auf der Klimacampwebseite veröffentlicht. Die Anreise aus Tübingen läuft individuell, da viele zu verschiedenen Zeiten aus Tübingen fahren.
Es gibt einen Bus aus München über Stuttgart der Grünen Jugend, Donnerstag 24.8. ab
Stgt 11 Uhr, zurück Sonntag 27.8. 19 Uhr:
https://gruene-jugend.de/klimacamp-mit-bussen-ins-rheinland/
Sommerticket der Deutschen Bahn, 4 Fahrten für 96€ bis 27 Jahre:
https://www.bahn.de/p/view/angebot/aktionsangebote/sommerticket.shtml

Packliste Klimacamp:
http://www.klimacamp-im-rheinland.de/anreise/bitte-mitbringen/

Packliste Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/de/packliste/

FAQs Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/de/faq/

Letzter Newsletter von Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/de/news/newsletter-20-infos-zum-rheinland-fuer-anfaenger-und-fortgeschrittene/

Kontakt zur Tübinger Ende Gelände-Vernetzung:
tuebingen-ende-gelaende@mtmedia.org

Gegen den G20-Gipfel in Hamburg protestieren?!

Aktuelles zum Bus am 05.07. nach Hamburg:
Normalpreis Hin- und Rückfahrt 80€, ermäßigt nach  Selbsteinschätzung mindestens 30€,Solipreis 90€.
Die Bustickets sind im Tübinger Büro der Linkspartei in der
Pfleghofstraße 8 erhältlich.

 

 

Ein Podium der Tübinger NoG20-Mobilisierung

Das Treffen der G20 am 6. und 7. Juli in Hamburg ist ein Gipfel der herrschenden Despoten und Buchhalter. Von Erdogan über Putin und Trump bis Merkel. Autoritär-konservativ die einen, neoliberal die anderen.

Für eine gerechte Welt stehen sie alle nicht. Vielmehr geht es ihnen um die Sicherung des herrschenden Systems und um die Frage, wie die Verlierer*innen, die anderswo für die monströse Ungleichheit bezahlen, daran gehindert werden können, an unsere Türen zu klopfen.

Wir wollen uns aus Tübingen an den Aktionen gegen den G20-Gipfel beteiligen. Im Rahmen des Podiums schildern verschiedene Tübinger Gruppen die Gründe für ihre Teilnahme an den Protesten und informieren über den Alternativgipfel, die Nachttanzdemo, die autonome Demo, die Aktionen zivilen Ungehorsams und die internationale Großdemonstration.

Am Mittwoch 5. Juli Vormittags fährt ein Bus aus Tübingen nach Hamburg, am Sonntag 9. Juli wieder zurück. Auch dazu gibt es genauere Infos und Bustickets (ca. 80€) zu kaufen.

NoG20-Podium:
Dienstag, 20. Juni, 20 Uhr
Club Voltaire, Haaggasse 26b, Tübingen

Außerdem ein schönes Mobi-Video von Leftvision:

Veröffentlicht unter NoG20

Zweites Tübinger Info-Treffen zum G20-Gipfel in Hamburg

am Dienstag, den 16.5.2017 um 20 Uhr laden wir Freund*innen,
Genoss*innen und Interessierte* zu einem zweiten Info-Treffen bezüglich des anstehenden G20-Gipfels in Hamburg ein.
https://www.g20hamburg.org/

Das Treffen findet wieder in der Hausbar der Schellingstr. 6 statt.

Wir möchten gerne die beim ersten Treffen angedachten/geplanten
Mobilisierungsaktivitäten koordinieren und neue Infos austauschen.
Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Gebt diese Einladung gerne an Interessierte weiter.

Mit solidarischen Grüßen,

interventionistische Linke Tübingen

Veröffentlicht unter NoG20

Gesundheit geht uns alle an – werden wir gemeinsam aktiv!

Gründe um für Verbesserungen in der Pflege auf die Straße zu gehen, gäbe es jeden Tag. So auch am 1. Mai, an dem seit Jahrzehnten Menschen für ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und sozialer Gerechtigkeit auf die Straße gehen und diese sichtbar machen.

Der 1. Mai ist für uns darüber hinaus auch der „Tag der unsichtbaren Arbeit“. Dies gilt all den Menschen, leider immer noch primär Frauen*, die unbezahlt und „unsichtbar“ Pflege- und Sorgearbeit leisten, ob in Form von Angehörigen-Pflege, Kindererziehung oder ehrenamtlicher Tätigkeit. Den Menschen also, die wichtige gesellschaftliche Arbeit leisten und oft ohne gesellschaftliche Wertschätzung bleiben.
Seit Jahren verschärfen sich die Bedingungen  in allen Sektoren des Gesundheits – u. Pflegesystems. Die enorme Rationalisierung , meistens in Form von Personalabbau, Arbeitsverdichtung und Outsourcing, führen zu einem ausbrennen der Beschäftigten und zu einer schlechteren Versorgung der Patienten*innen. Die momentane Situation in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist katastrophal. Das ist mittlerweile auch  im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen und präsent.  Zugrunde liegt diesen Zuständen eine Politik, die Gesundheit und Pflege zur Ware und das Krankenhaus zum Geschäftsmodell degradiert hat. Am Ende zählen die Zahlen, die Versorgung der Patient*innen und die Gesundheit der Beschäftigten bleiben auf der Strecke. Wir alle spüren die Folgen.

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Walpurgisnacht-Demo gegen sexualisierte Gewalt und Sexismus am 30. April 2017


Wir erobern uns die Nacht zurück!! In der Walpurgisnacht gehen wir auf die Straße gegen sexualisierte Gewalt und Sexismus! Kommt allen guten „Ratschlägen“ zum Trotz auf einsame Straßen, in dunkle Gassen und in Klamotten, die euch passen!

Und im Anschluss feiern wir gemeinsam in der achtbar (im Frauenprojektehaus: Weberstraße 8 in TÜ) und einer weiteren Location, die auf der Demo bekannt gegeben wird.

Seid laut und bunt! Feminismus bleibt antirassistisch!

Alle Geschlechter sind willkommen!

Wer sind wir? Ein Aktionsbündnis von Einzelpersonen und BAF e.V., Frauenbuchladen Thalestris, Frauencafé „achtbar“, Frauengruppe Zumutung, Frauen helfen Frauen e.V., Frauenprojektehaus und QueerFeministische AG der iL Tübingen

Ein Text zur Geschichte der Walpurgisnacht findet sich hier:
http://www.baf-tuebingen.de/walpurgisnacht.html

Vortrag und Diskussion mit Anja Flach: Basisdemokratie inmitten des Krieges

Mittwoch, den 26.04.17 um 19 Uhr im Gemeindehaus Lamm

Seit Juli 2012 ist die kurdische Region im Norden Syriens -Rojava-  unter Selbstverwaltung der dortigen Bevölkerung: KurdInnen, AssyrerInnen, ChaldäerInnen, AraberInnen u.a. Eine progressive Massenbewegung konnte die Assad-Truppen verdrängen und weite Teile der Regierungsverwaltung und Infrastruktur ersetzen. Sie verteidigen ihre Strukturen gegen die islamistischen Banden, die Assad-Truppen und die Einflussnahme der Türkei und haben damit einen dritten Weg in Mitten des Krieges eingeschlagen. In Rojava wird durch Selbstorganisierung und Basisdemokratie eine gesellschaftliche Alternative aufgezeigt und konkret umgesetzt: Rätestrukturen fördern die Mitbestimmung der Bevölkerung, die Produktion von Nahrungsmitteln ist kollektiviert und auch die vollständige Teilhabe von allen nicht-kurdischen Bevölkerungsteilen wurde ermöglicht. Rojava ist damit in Beispiel für eine fortschrittliche und solidarische Entwicklung in einem zunehmend militarisierten Konflikt.

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Veröffentlicht unter Rojava